Schnelles Handeln ist Pflicht.
Zu den grundlegenden Aufgaben des Gesundheitsamtes gehört der Schutz einzelner Personen wie der gesamten Bevölkerung Münsters vor Infektionskrankheiten. Bei der Vorbeugung von Infektionskrankheiten sind u.a. gesunde Lebensmittel und gesundes Trinkwasser, ein ausreichender Impfschutz der Bevölkerung sowie die Information und Beratung von Einzelpersonen, wie diese Ansteckungsgefahren vermeiden können, wichtig. Wenn akute Infektionen auftreten, muss das Gesundheitsamt schnell, gründlich und konsequent handeln - manchmal auch mit vorübergehenden Einschränkungen für die Betroffenen. Aber die Gefahr, dass Infizierte andere Mitmenschen anstecken, ist einfach zu groß.
Aber auch Sie können bei einigen Krankheiten durch ihr Verhalten wesentlich dazu beitragen, dass Sie sich nicht anstecken bzw. eine Krankheit schnell feststellen und die Ansteckung weiterer Personen vermeiden. Verschiedene Fachärzte im Gesundheitsamt beraten Sie zu häufigen Infektionskrankheiten und sinnvollen Vorbeugungsmaßnahmen.
Das Gesundheitsamt nimmt an dem Euregio-Projekt EurSafety Health-net teil und hat auch an dem Vorläuferprojekt MRSA-Net teilgenommen. Bei dem aktuellen Projekt geht es um die Förderung der Patientensicherheit und den Schutz vor Infektionen besonders mit multiresistenten Keimen. Durch die Zusammenarbeit aller beteiligten Bereiche des Gesundheitswesens in der Euregio kann ein grenzüberschreitendes Präventionsnetz aufgebaut und somit eine bessere Zusammenarbeit und Effektivität erzielt werden.
So finden z. B. regelmäßige Treffen der teilnehmenden Gesundheitsämter beim Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen statt, bei denen ein Erfahrungsaustausch und die Umsetzung neuer Projektideen im Vordergrund stehen.
Das Gesundheitsamt Münster führt regelmäßige Begehungen u. a. der münsterschen Krankenhäuser und Altenheime unter infektionshygienischer Sicht durch. Sind gewisse Anforderungen erfüllt, trägt dies auch zur Erlangung eines Qualitätssiegels im Rahmen des Projektes bei.
Zudem führt das Gesundheitsamt im Bereich des EurSafety Health-net-Projektes jährliche Runde-Tisch-Gespräche durch, bei denen vorwiegend Vertreter aus den Krankenhäusern zusammenkommen, um aufgetretene Probleme zu diskutieren, Neuerungen zu besprechen und gemeinsame Strategien festzulegen.
Dr. med. Michael Lürwer
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